Das Training Dashboard: leistungsstarkes Tool für L&D

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Das Training Dashboard: leistungsstarkes Tool für L&D

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Das Training Dashboard: leistungsstarkes Tool für L&D

Heutzutage dreht sich alles um Daten

Bei vernünftiger Verwendung können Daten Ihnen wichtige Einblicke in Bezug auf die Zukunftsplanung, Projektvorhaben, die Aufstellung Ihres Unternehmens und die Bewertung Ihrer Leistung geben. Und das mit immer größerer Genauigkeit. Daten eröffnen eine Welt neuer Möglichkeiten. Doch Vorsicht: Die Bewältigung riesiger Mengen komplexer Daten hat es in sich.

Daten sind für Schulungen von immensem Nutzen. L&D-Teams beobachten Daten und leiten daraus Leistungskennzahlen ab. Aber was müsste abgesehen davon sonst noch analysiert werden? Und wie sollen wir das anstellen? Wie selektieren und sortieren wir die richtigen Datenquellen zur Erstellung nützlicher Dashboards?

In diesem Artikel teilt uns Nelly Jarousseau, Client Success Expert und Analyst bei CrossKnowledge, ihre wichtigsten Tipps sowie ihre Erkenntnisse als Spezialistin mit.

Wählen Sie Ihre Vergleichsdaten sorgfältig aus

Wenn Sie sich selbst im Bereich Schulungen mit anderen Unternehmen vergleichen, schneiden Sie womöglich schlechter ab. Dann müssen Sie sich klarmachen, dass es nicht darum geht, auf Platz 1 zu stehen. Vielmehr müssen Sie für Ihr Unternehmen den richtigen Platz finden. Mithilfe von Dashboards können Sie darstellen, wie gut Ihre Lernenden über verfügbare Trainings informiert sind, wie viel sie darüber wissen und was sie davon halten.

Nelly Jarousseau zufolge müssen Sie Ihre Analysekriterien definieren:

Wenn Sie mehrere Unternehmen betrachten, wählen Sie Ihre Filter sorgfältig aus. Nur weil sich alles vergleichen lässt, muss man das noch lange nicht tun. Drei Dinge sollten Sie jedoch ganz genau kennen: das Wer, das Was und das Wie.

Wer? [Filter]

  • Ähnliche Organisationen in Bezug auf:
  • Unternehmensgröße
  • Branche
  • Digitale Erfahrung
  • Internationale Präsenz
  • Lernkultur
  • Spezialisierung
  • Fähigkeiten
  • Durchschnittsalter der Mitarbeiter
Was?

  • Quantitative Daten (z. B. Erfüllungsquote)
  • Qualitative Daten (z. B. Zufriedenheitsquote)
  • Finanzdaten (z. B. Kosten pro Stunde, Auswirkung auf die Produktion)
  • Formate (z. B. Blended)

Expertentipp: Verwenden Sie mindestens drei verschiedene Filter für eine dreidimensionale Sicht, die Ihrem Unternehmen entspricht.

 

Diese Grafik, von und für CrossKnowledge entwickelt, vergleicht Unternehmen (A) mit seinen Mitbewerbern. Unternehmen (A) hat relativ hohe Kosten pro Trainingsstunde, eine niedrige Lernnachhaltigkeitsquote, eine durchschnittliche Zufriedenheitsquote und ein vergleichsweise niedriges Aktivitätslevel. Mit dieser ersten Vergleichsstudie können Sie Ihr Unternehmen (oder Ihre Abteilung) im Verhältnis zu anderen betrachten.

Nicht vergessen: Schauen Sie sich den Kontext genau an!

Verwenden Sie bei der Arbeit einen Maßnahmenplan

Frau Jarousseau, wie geht es weiter?

Jetzt haben Sie erst mal einen groben Überblick. Als Nächstes überlegen Sie, wo Sie stehen möchten. Wo in der Grafik würden Sie sich gerne wiederfinden? Was möchten Sie in Ihrem Unternehmen ändern? Anhand Ihrer Analysen und Erfahrungen können Sie planen, wie Sie das bewerkstelligen, und einen Maßnahmenplan aufstellen, der Sie von Punkt A nach Punkt B bringt.

Das oben dargestellte Unternehmen hat einen Zweijahresmaßnahmenplan umgesetzt (mit halbjährlichen Analysen), der sich auf vier Ziele stützt:

  • Zufriedenheit der Lernenden verbessern (Farbe wechselt von orange nach grün)
  • Anzahl der aktiven Lernenden erhöhen (Größe des Ballons nimmt zu)
  • Nachhaltigkeit der Lernerfolge steigern (Ballon verschiebt sich nach rechts)
  • Durchschnittliche Kosten pro Trainingsstunde senken (Ballon bewegt sich auf der y-Achse nach unten)

Frau Jarousseau, Sie haben erwähnt, dass hypothetische Szenarien beim Erstellen eines Maßnahmenplans hilfreich sein können. Haben Sie konkrete Ratschläge?

Ja, allerdings: Gehen Sie mit Bedacht vor, denn die Fehlinterpretation von Daten kann in einer Sackgasse enden. Um auf Kurs zu bleiben, müssen Sie vier Kernbereiche beachten:

1 – Barrierefreiheit (sowohl inhaltlich als auch technologisch)
Ist das Schulungsangebot für eine bestimmte Gruppe zugänglich?
⇒ Berücksichtigen Sie technische oder funktionelle Verbesserungen.
°Beispiel: SSO-Links

2 – Sichtbarkeit
Wurden Ihre Teammitglieder umfassend über die Trainingsplattform informiert?
⇒ Optimieren Sie die Ergonomie Ihrer Plattform und kommunizieren Sie intern, besonders mit den Managern.
° Beispiel: Homepage, Integration in Systeme und Intranet

3 – Motivation
Sind die Lernenden motiviert und wollen den Kurs tatsächlich absolvieren?
⇒ Gestalten Sie das Trainingssystem mithilfe von Learner-Marketing-Techniken ansprechend (beispielsweise könnten führende Persönlichkeiten im Unternehmen sich für das Projekt stark machen).
Beispiel: kulturelle Relevanz, Bezug auf eine Veranstaltung

4 – Empfehlungen
Inwieweit empfehlen die Lernenden den Inhalt und die Lernwege an ihre Kollegen weiter? Haben sie den Eindruck, dass das Training nützlich war?
⇒ Achten Sie besonders auf die Qualität der Lerninhalte und die Expertise.
Beispiel: Zufriedenheitsquote, Loyalitätsquote
⇒ Holen Sie Feedback ein.
Beispiel: Bewertungen und Umfragen zum Ende des Kurses

Ihr Plan sollte sich auf alle Aspekte erstrecken, in denen Sie die Leistung steigern möchten. Gehen Sie jedes Ziel separat an. Wenn sich die Ziele gegenseitig beeinflussen, schreiten Sie bei etwaigen Problemen sofort ein.

Fazit

Damit Sie Ihre Trainingsumgebung managen können, brauchen Sie ein Dashboard. Ohne Ihr Zutun kann es Ihnen aber nicht alle Antworten liefern. Je nach Ihren Herausforderungen und Zielen müssen Sie die richtigen Daten eingeben und diese dann methodisch analysieren. Das Dashboard unterstützt Sie dabei, sich selbst zu positionieren und Ihre Schulungen nachhaltiger zu gestalten. Doch selbst wenn Sie alles getan haben, was in Ihrer Macht steht, brauchen Sie mitunter Hilfe von außen.

Wenden Sie sich an CrossKnowledge. Unsere Experten verfügen über die Expertise, die Sie benötigen.

Nachdem Sie jetzt erfahren haben, wie Sie die Wirksamkeit Ihrer Trainings analysieren und überwachen, gilt es, sich mit deren Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.

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